Richtig vorsorgen – der betriebliche Notfallkoffer


Fällt die Unternehmensführung plötzlich aus, kann dies schnell die Existenzkrise der Firma bedeuten. Ohne rechtliche Vorsorgemaßnahmen und Regelungen können alltägliche Prozesse wie das Begleichen der Rechnungen, Auszahlungen an Mitarbeiter u.a. nach dem Gesellschaftsrecht nicht getätigt werden. Eine Übertragung der Verantwortung muss von vornherein geregelt und weitere präventive Maßnahmen getroffen werden.

 

Gerne unterstütze ich Sie bei der Gestaltung von Vollmachten, Vertretungsregelungen, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Die verantwortungsvolle Haltung gibt ihren Mitarbeitenden Sicherheit und schafft Vertrauen in Partnerschaften.


Hier finden Sie eine Checkliste, um Ihren Notfallkoffer richtig zu packen:

Diese Dinge gehören unbedingt in den Notfallordner/ Notfallkoffer:

  • konkrete Anweisungen für eine geregelte Stellvertretung
  • die Benennung eines geeigneten kompetenten Stellvertreters unter Angabe seiner Kontaktdaten
  • die wichtigsten Vollmachten (betrieblich und gegebenenfalls privat)
  • Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht, Liste mit den wichtigsten Ansprechpartnern und deren Kontaktdaten
  • Regelungen für den Todesfall: Unternehmertestament oder Erbvertrag
  • Angaben zum Güterstand
  • Vermögensaufstellung
  • Risikovorsorge
  • Zusammenstellung der wichtigsten Versicherungsverträge des Unternehmers
  • Information zur Krankenversicherung

 

Überblick über die bestehenden Verträge des Unternehmens

  • Gesellschafterverträge
  • Handelsregisterauszüge
  • Grundbuchauszüge
  • Leasingverträge, Kredit- und Darlehensverträge
  • Schlüssel und Zugangscodes für EDV, Onlinebanking etc.

 

Betriebsinformationen

 

 Ablageorte für die wichtigsten Unterlagen und Schlüssel des Unternehmens

  • Anweisungen für die wichtigsten Projekte / schriftliche Aktualisierung
  • Liste der bestehenden Bankverbindungen, Ansprechpartner des Unternehmens bei Steuerberater, Finanzamt, Bank, etc.
  • bestehende Verpflichtungen des Unternehmens (z. B. Pensionszusagen, Zahlung von Leibrenten, etc.)

Tipps für den Umgang mit dem Notfallordner

  • Aktualisieren Sie die Dokumente jährlich, nur so erfüllt er im Ernstfall seinen Zweck. Deponieren Sie die Unterlagen an einem sicheren Ort bzw. bei einer Person Ihres Vertrauens
  • Geben Sie klare Anweisungen, an wen der Notfallkoffer in welchen Fällen ausgehändigt werden darf. Informieren Sie Ihren Steuerberater / Notar/ Rechtsanwalt